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02.04.12 10:55

Exlibris des Monats April: HAP Grieshabers Exlibris


Exlibris des Monats April 2012:

HAP Grieshabers Exlibris für Prof. Dr. Lothar Lang

 

Einer der spektakulärsten Neuzugänge des vergangenen Jahres, HAP Grieshabers kleiner Holzschnitt für Lothar Lang von 1975, kam als Geschenk des Eigners in zwei Farbvarianten in die Exlibris-Sammlung des Gutenberg-Museums. In seinen Erinnerungen schildert Lothar Lang unter anderem ausführlich seine Begegnungen und Erfahrungen mit Grieshaber und auch, wie er zu diesem Exlibris kam: „Ein wenig später bat ich den Künstler um ein Exlibris. Meine Bitte war aus der Verärgerung über den größten Teil zeitgenössischer Exlibris-Produktion entstanden, die ich als dilettantisch, simpel und unkünstlerisch empfand … Am 24. Juli 1975 schickte Grieshaber das Zeichen nebst Druckstock ab … Das Blatt, das sich in vielen meiner Bücher eingeklebt findet, geht auf den Holzschnitt ‚Leser’ von 1949 zurück, der Jahrzehnte später, 1974, auch für zwei Plakate benutzt worden ist…“ (Lothar Lang: Ein Leben für die Kunst. Leipzig: Faber & Faber 2009, S. 91). Lothar Lang bezeichnete Grieshaber als „Gotiker“. Dazu passt die Schrift im Exlibris.

 

Der Eigner:

Für Prof. Dr. Lothar Lang, geboren 1928, den Kunsthistoriker und Publizisten, ist die Beschäftigung mit Kunst und Buch eine lebenslange Herausforderung. Als profunder Kenner der Buchillustration der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat er sich einen Namen gemacht, er veröffentlichte zahlreiche Bücher, war Kunstkritiker der „Weltbühne“ (1957-1991), Redakteur der „Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“ (1964-1998) und in den achtziger Jahren (zusammen mit Hans Marquardt) Herausgeber der Edition der Mappenwerke des Reclam-Verlages. Als Museumsdirektor legte er 1981 im Staatlichen Museum Schloß Burgk den Grundstein zu einer bedeutenden Exlibris-Sammlung, als damaliger Präsident der Internationalen Exlibris-Sammlervereinigung FISAE organisierte er das internationale Treffen in Weimar 1984.

 

Der Künstler:

HAP Grieshaber (1909 Rot an der Rot/Oberschwaben – 1981 Eningen unter Achalm), gelernter Schriftsetzer, absolvierte die Kunstgewerbeschule in Stuttgart, studierte danach in London und Paris. 1933-1940 Berufsverbot, deshalb Arbeit als Hilfsarbeiter in Reutlingen. Nach Kriegsdienst und -gefangenschaft 1947 Rückkehr in die Nähe Reutlingens. Zahlreiche Ausstellungen, die wiederholte Teilnahme an der documenta in Kassel sowie viele Auszeichnungen und Preise zeugen davon, dass Grieshaber zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts gehört. Er gilt als Erneuerer des Holzschnitts nach dem Zweiten Weltkrieg, wobei er Monumentalität mit expressiver Farbigkeit verbindet. In Erinnerung geblieben ist auch Grieshabers entschlossenes politisch-gesellschaftliches Engagement auf verschiedenen Gebieten. Es sind nur zwei Exlibris von Grieshaber bekannt; auch das andere für Joachim Müller, das eine Eule zeigt, kam vor wenigen Monaten als Schenkung in das Gutenberg-Museum.

 

Definition:

Exlibris sind kleinformatige graphische Blätter, dazu bestimmt, auf die Innenseite des vorderen Einbanddeckels von Büchern geklebt zu werden, um diese als ganz persönlichen Besitz zu kennzeichnen. Üblicherweise nennen sie den Namen des Buchbesitzers in Verbindung mit dem lateinischen Vermerk „Ex libris“ („aus den Büchern von…“). Der Reiz des Exlibris besteht in der Kombination von Schrift und Illustration. Letztere verrät oft etwas über Lebensumstände, Beruf , Ansichten und Wesen des Exlibris-Eigners. Die kleinen Blätter sind nicht nur Gebrauchs-, sondern auch begehrte Sammelobjekte: Mit über 100.000 Exlibris besitzt das Gutenberg-Museum eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit, die umfangreichste in öffentlicher Hand in der BRD.

 

Ansprechpartnerin:

Dr. Elke Schutt-Kehm, Gutenberg-Museum Mainz, dr.elke.schutt-kehm@stadt.mainz.de

 

 










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HAP Grieshaber: Exlibris für Lothar Lang, 1975, Holzschnitt 81x51 mm

 


 
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