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12.07.12 13:19

Moving Types erhält Designpreis


Die Sonderausstellung „Moving Types – Bewegte Lettern“ im Gutenberg-Museum erhält den begehrten red dot design award

Moving Types – Lettern in Bewegung“, die Avantgarde-Ausstellung im Gutenberg-Museum zur Geschichte bewegter Schrift und Buchstaben in Film und Internet, ist mit dem angesehenen Designpreis red dot design award ausgezeichnet worden. Die internationale Jury prämiert damit ein Projekt, das Design sowohl im Thema als auch in einem sehr innovativen multimedialen Ausstellungskonzept auf kleinstem Raum umsetzt.

 

Die Sonderausstellung "Moving Types – Lettern in Bewegung" ist eine Kooperation des Zentrums Zeitbasierte Gestaltung (Fachhochschule Mainz, Institut für Mediengestaltung, und Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, unter der Leitung von Prof. Anja Stöffler, Prof. Harald Pulch und Prof. Ralf Dringenberg) und des Gutenberg-Museums (Dr. Annette Ludwig).

 

Rote Punkte sind in der Kunst- und Designwelt sehr begehrt; in Galerie-Ausstellungen belegen sie neben einem Bild oder einer Plastik, dass das Kunstwerk nicht nur dem Galeristen gefällt, sondern bereits einen Käufer gefunden hat. In der Designwelt ist der red dot design award einer der weltweit begehrtesten Designpreise. Jedes Jahr bewerben sich Tausende von Agenturen und Gestaltern, um bei einer hochkarätigen Jury buchstäblich zu punkten.

 

In diesem Jahr erhält die Ausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ einen der geschätzten roten Design-Punkte. In über 200 Filmen, Vorspännen, Werbeclips, Musikvideos oder Internetsentenzen zeigt die Schau, wie Buchstaben zum Leben erwachen, beweglich oder mehrdimensional werden. Die Palette reicht von Kinderfilmen oder -programmen wie "Winnie Puuh" oder "Sesamstraße", wo Buchstaben als welkes Laub im Wind flattern oder zu Lernzwecken vernascht werden, bis zu computeranimierten dreidimensionalen Lebenswelten, in denen Texte virtuell erklärend im Raum schweben. Gezeigt werden über 200 internationale Künstler und Gestalter wie Oskar Fischinger, Jenny Holzer oder Matthias Zentner.

 

Doch „Moving Types“ bringt Design nicht nur inhaltlich auf den Punkt, sondern auch durch sein zukunftsgerichtetes Ausstellungskonzept. Herzstück ist die "Medienlounge", in der die unzähligen Informationen auf kleinen leuchtenden Würfeln im Raum zu schweben scheinen. Jeder Würfel enthält codiert eine Kurzdokumentation, ein Erklärstück oder einen Filmausschnitt. Auf iPads lassen sich die in den QR-codes verborgenen Informationen einlesen und anschauen. Das gleiche Konzept findet sich im Katalog, der damit einer der ersten Kataloge mit eingebautem Kino sein dürfte. Weiterer Höhepunkt ist eine Medienfassade, die per SMS mit Botschaften bespielt werden kann. Damit können Besucher selbst bewegte Buchstaben schaffen.

 

Die Auszeichnung, so red dot-Initiator Prof. Peter Zec, zeige eindrucksvoll, dass sich die Sieger mit den kreativsten Köpfen der Branche messen und behaupten. Der Ausstellung voraus ging eine langjährige Sammlungs- und Forschungsarbeit des z zg, einem Verbund des Instituts für Mediengestaltung der FH Mainz und der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Die Professoren Ralf Dringenberg und Anja Stöffler haben die Ausstellung in Kooperation mit dem Gutenberg-Museum entworfen und gemeinsam mit Studierenden im Rahmen von "Mainz – Stadt der Wissenschaft“ im Gutenberg-Museum umgesetzt.

 

Noch bis zum 12. August ist die Ausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ im Gutenberg-Museum zu sehen. Danach wandert sie dank der Förderung durch die Baden-Württemberg Stiftung weiter nach Schwäbisch Gmünd (Galerie im Prediger, ab 28. September) und Warschau (Nationalmuseum, 2013). Einen kurzen Eindruck vermittelt auch die Sonderausstellung „Design on stage“ vom 25. bis 28. Oktober 2012 in der Alten Münze in Berlin, wo alle Siegerarbeiten des red dot design award vorgestellt werden.

 

 

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.moving-types.de

 










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