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Die Papierabteilung des Museums

Die Papierabteilung im Gutenberg-Museum
Die Papierabteilung im Gutenberg-Museum

Bestimmte Materialien vermögen die Menschen, die mit ihnen umgehen, zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen. Dazu gehört auch das Papier. Es regt die Kreativität an, wird zum Schreiben, zum Bemalen und zum dreidimensionalen Gestalten benutzt, oder einfach nur gesammelt. Allen, die wissen möchten, worauf Menschen in anderen Teilen der Erde geschrieben haben, bevor sie Papier, wie wir es verstehen, zur Verfügung hatten, zeigt eine Vitrine in der Papierabteilung Beschreibstoffe aus anderen Grundstoffen: in Mittelamerika, Neuguinea und auf den Tongainseln wird heute noch »Tapa« aus den Rindenbastfasern bestimmter Feigen- und Brotfruchtbäume gewonnen. Tapa wurde auch für Behänge und Bekleidung verwendet. In Mexiko wird dieses Material als »Amatl« bezeichnet.

Papyrus: Schreibmaterial der Antike

Papyrus, von dem unser Wort »Papier« abgeleitet ist, war ein vor allem in der Antike gebräuchlicher Beschreibstoff. Das Mark der Papyrusstaude, einer Schilfart im Mittelmeerraum, wird in längliche Streifen geschnitten. Diese werden auf einer festen Unterlage nebeneinander gelegt, so daß sie sich etwas überlappen, und darüber weitere Streifen quer angeordnet. Das Ganze wird mit einem hölzernen Hammer geschlagen, bis eine zusammenhängende Fläche entsteht.

Papier aus dem fernen Osten

Die Papierabteilung
Die Papierabteilung

Die Erfindung des Papiers im 2. Jahrhundert v. Chr. in China war der Ursprung dessen, was wir heute weltweit als »Papier« benutzen. Zuerst aus Hanffasern, Seide und Maulbeerbaumrinde gefertigt, verbreitet sich die wichtige Kenntnis der Herstellungsweise erst in Ostasien. Über die Seidenstraße und über die arabischen Länder drang Papier nach Europa vor. Spanien und Italien waren die ersten europäischen Länder mit eigener Papierfertigung (seit dem 12. Jahrhundert). Die erste nachweisbare Papiermühle auf deutschem Gebiet war die »Gleismühl« von Ulman Stromer in Nürnberg, 1390 in Betrieb genommen. Papier wurde in Europa aus Leinenlumpen (Hadern) gefertigt. Der wäßrige Papierbrei wurde aus Bütten geschöpft.

Büttenpapier

Der »Rohstoff« Lumpen war indes nicht unbegrenzt vorhanden; zeitweise war er sogar so knapp, daß im 18. Jahrhundert manche Orte ein Ausfuhrverbot verhängten und man fieberhaft nach Alternativen suchte. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts konnte man dann Holz so zerkleinern, daß »Holzschliffpapier« gefertigt werden konnte. Auch das Schöpfen hatte sich in der Zwischenzeit verändert. Nicolas Louis Robert war 1799 eine Maschine zum Papierschöpfen gelungen, die mit einem endlosen Siebband arbeitete (das Museum zeigt ein Modell der verbesserten Maschine von 1802).

Wasserzeichen

Eine europäische Besonderheit ist das Wasserzeichen, eine Fabrikmarke im Papier, das seit dem 13. Jahrhundert die Papiermühlen kennzeichnete.


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Kontakte

Kontakt

Dr. Claus Maywald
Bibliotheksleiter, Kurator Außereuropäische Buch- und Schriftkulturen, Papier, Buch vor Gutenberg, Buchbinderabteilung, Schriftgeschichte
Tel: 06131/12-26 41
Fax: 06131/12-34 88
claus.maywald(at)stadt.mainz.de


 
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