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Gutenbergs Leben und Werk

Johannes Gutenberg - Kindheit

Standort des Geburtshauses Johannes Gutenbergs in Mainz
Standort des Geburtshauses Johannes Gutenbergs in Mainz

Vor fast genau 600 Jahren wurde Johannes Gutenberg in Mainz geboren - unter dem Namen Henne Gensfleisch zur Laden, denn Eigennamen richteten sich damals nach den Häusern und Höfen, die eine Familie besaß. Vieles über sein Leben bleibt im Dunkeln, da sich keine schriftlichen Zeugnisse darüber erhalten haben. Gutenbergs Vater, Friele Gensfleisch, gehörte zu den Mainzer Patriziern und seine Mutter, Else Wirich, stammte aus einer Kaufmannsfamilie. Als Datum seiner Geburt kommt jeder Zeitpunkt zwischen 1394 und 1404 in Frage. Traditionell wird als Geburtsjahr die Jahrhundertwende, 1400, gefeiert. Wie Gutenberg seine Kindheit und Jugend verbrachte und welche Ausbildung er erhielt, ist unbekannt.
Sicherlich besuchte er als Patriziersohn eine Lateinschule und absolvierte wahrscheinlich ein Studium, denn seine späteren Tätigkeiten setzen eine umfassende Bildung und wohl auch Lateinkenntnisse voraus.

Johannes Gutenberg - Die Jahre in Straßburg

Blick auf das Straßburger Münster
Blick auf das Straßburger Münster

1434 war Gutenberg nachweislich in Straßburg ansässig. Straßburg war zu dieser Zeit eine Handelsstadt, die dreimal so groß wie Mainz war und einem unternehmerischen Geist gute Verdienstmöglichkeiten versprach. Durch das Erbe seiner 1433 verstorbenen Mutter verfügte Gutenberg in diesem Lebensabschnitt über eine ansehnliche Geldsumme. Mit diesem Kapital ließ es sich in der Straßburger Vorstadt St. Arbogast nieder und entwickelte ein Projekt, das gute Einnahmen erbringen sollte: mit einer "Produktionsgenossenschaft" wollte er in großen Mengen Heilsspiegel für Pilger herstellen, die diese mit auf ihre Wallfahrt nach Aachen nehmen konnten. Solche Spiegel wurden aus einer Zinnlegierung in Form gegossen. Dies zeigt, daß Gutenberg nicht nur als Erfinder, sondern auch als Unternehmer zu sehen war.

Was geschah in Straßburg

Spätestens seit dem Herbst 1438 brachte Gutenberg ein weiteres Vorhaben auf den Weg, für das er von seinen Teilhabern Geheimhaltung verlangte. Die Informationen darüber sind nur bruchstückhaft überliefert und keineswegs eindeutig.
In erhaltenen Dokumenten ist von einer Presse die Rede, von Formen und Gezeug, Blei und anderem. Es ist denkbar, daß Gutenberg schon in Straßburg das Drucken mit einer Presse und beweglichen Lettern entwickelte oder jedenfalls vorbereitete; allerdings bleibt die Frage ungeklärt, wieweit diese Erfindung gedieh. Bücher oder andere Drucke haben sich aus dieser Zeit nicht erhalten.
Gutenberg wird in den Quellen zuletzt 1444 in Straßburg erwähnt, und dann wieder 1448 in seiner Heimatstadt Mainz. In den zwischenliegenden Jahren ist er in Frankfurt am Main nachweisbar.

Der Prozeß

Noch bevor die Bibel ausgedruckt war, kam es zu einem Streit zwischen Gutenberg und seinem Geldgeber Johannes Fust, der ihm zweimal 800 Gulden für dieses große Unternehmen vorgestreckt hatte.

Aus Gründen, die wir nicht kennen, unterlag Gutenberg vor Gericht. Er mußte seine Bibelwerkstatt an Fust abgeben, möglicherweise auch die bereits gedruckten Bibeln. Fust führte diese Werkstatt dann mit einem Mitarbeiter Gutenbergs, Peter Schöffer, weiter. Aus dieser "Offizin", wie man einer Druckwerkstatt früher nannte, stammt der Mainzer Psalter, der in seiner zweiten Ausgabe von 1459 in der Inkunabelabteilung im 1. Stock liegt.

Über den von Fust gegen Gutenberg wegen der ausbleibenden Zins- und Geldrückzahlungen angestrengten Prozeß informiert uns ein nach dem Notar Ulrich Helmasperger benanntes Dokument, das sog. Helmaspergersche Notariatsinstrument vom 6.11.1455. Wenngleich nur ein vereinzeltes Aktenstück aus dem gesamten Prozeß, stellt es unsere wichtigste Quelle über Gutenbergs geschäftlichen Verbindungen zu Fust und den Druck der 42-zeiligen Bibel dar. In dem Prozeß, dessen Ausgang nicht eindeutig überliefert ist, verliert Gutenberg wahrscheinlich den gesamten Bibeldruck sowie große Teile seiner Druckerwerkstatt.

Die letzten Jahre

Der Algesheimer Hof in Mainz. Hier verstarb Gutenberg 1468.
Der Algesheimer Hof in Mainz. Hier verstarb Gutenberg 1468.

Gutenberg starb, nachdem er 1462 mit vielen seiner Mitbürger vorübergehend aus Mainz vertrieben worden war, im Februar 1468 in seiner Heimatstadt. Vor seinem Tod wurde ihm die Ehre zuteil, zum Hofmann des Fürstbischofs Adolf von Nassau ernannt zu werden. Dies bedeutete, daß er ohne Sorge seine letzten Lebensjahre verbringen konnte. Er hatte, vermutlich in Eltville und Mainz, noch kleinere Druckwerke schaffen können und möglicherweise auch, beratend oder aktiv, bei anderen Drucken mitgearbeitet.


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Kontakt

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Dr. Cornelia Schneider
Kuratorin für Buchkunst 15.-18. Jahrhundert, Bilderbücher und Akzidenzen.
Tel: 06131/12-25 62
Fax: 06131/12-34 88
dr.cornelia.schneider(at)stadt.mainz.de


 
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