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Futura - Die Schrift
03. November - 30. April

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Drucke

Der Mainzer Psalter - Bilder im Druck

Psalterium Benedictinum: Johannes Fust und Peter Schöffer. Mainz 1459.
Psalterium Benedictinum: Johannes Fust und Peter Schöffer. Mainz 1459.

Der Mehrfarbdruck, durch den sich die beiden Ausgaben des Mainzer Psalters von 1457 und 1459 auszeichneten, wurde nicht weitergeführt, wohl weil sich diese Verfahrensweise als zu zeitaufwendig erwies. Dennoch stellt dieses Werk, im Tresorraum des Museums zu sehen, einen ästhetischen Höhepunkt der Frühdruckzeit neben der Gutenberg-Bibel dar.

Rätselhafte Bücher
Auch das »Catholicon« des Johannes Balbus ist ein Werk, das besondere Aufmerksamkeit verdient. Es ist ein Lexikon der in der Bibel vorkommenden Fremdworte. Der kleine Schriftgrad, durch den sich viel Text auf den Seiten unterbringen ließ, zeigt, wozu die Schriftschneider und -gießer in dieser Zeit bereits fähig waren. Darüber hinaus gibt die
Tatsache, daß dieses Werk offenbar vom selben Satz in drei verschiedenen Werkstätten gedruckt worden ist, bis heute Rätsel auf.

Werkstätten
Von der 36 zeiligen Bibel, die nicht später als 1461 wohl in Bamberg hergestellt wurde, besitzt das Museum eine Doppelseite. Ursprünglich hatte man dieses Werk Gutenberg zugeschrieben, da es mit einer Schrift aus seiner Werkstatt gedruckt ist. Man vermutet jetzt aber, daß beim Druck dieser Bibel der Erfinder beratend mitgewirkt hat, ob in Bamberg oder von Mainz aus, ist nicht bekannt.

Deutsche Bibel von Anton Koberger. Nürnberg 1483.
Deutsche Bibel von Anton Koberger. Nürnberg 1483.

Schon vor der Übersetzung Martin Luthers gab es deutschsprachige Bibeln, die zum Teil sehr schön ausgeschmückt wurden. Das Gutenberg-Museum besitzt mehrere davon:

– die 3. deutsche Bibel von Jodocus Pflanzmann, Augsburg um 1475,

– die 5. von Johann Sensenschmidt, Nürnberg um 1473,

– die 8. von Anton Sorg, Augsburg 1480

– sowie die 10. in zwei Bänden von Johann Grüninger in Straßburg, von 1485.

Die »Reise ins Heilige Land« von Bernhard von Breydenbach, gedruckt in Mainz 1486, ein Reisebericht von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem, zeigt die immer stärker realistische Weltsicht der Zeit, die sich auch in der Buchgestaltung niederschlägt. Breydenbach hatte einen Künstler, Erhard Reuwich, mit auf die Fahrt genommen, der Ansichten verschiedener Städte am Mittelmeer, vor allem ein großes Panorama der Stadt Venedig, mitbrachte. Dieser leporelloartig gefalzte Holzschnitt wurde von mehreren Druckstöcken gedruckt, das Papier mußte zusammengeklebt werden, um dem Breitformat zu genügen.

Die Weltchronik
Berühmt ist Hartmann Schedels »Weltchronik«, 1493 in der Großdruckerei von Koberger in Nürnberg gedruckt, die die Weltgeschichte von der Erschaffung des Universums nach den Berichten in der Bibel bis hin zur damaligen Gegenwart ohne Unterbrechung schildert. Insgesamt enthält das Werk 645 verschiedene Holzschnitte. Seine vielen Stadtansichten geben ein recht authentisches Bild, wie ein Reisender diese Orte von weitem sehen konnte. Jedoch muß man feststellen, daß für mehrere Städte jeweils ein und derselbe Holzstock benutzt wurde!

Landkarten
Als Meilenstein in der Kunst der Landkartendarstellung gilt ein von Holzschnitten gedruckter Atlas nach Ptolemäus, die »Cosmographia«, gedruckt von Lienhart Holle in Ulm 1482. Aufgeschlagen ist die sehr schöne handkolorierte Weltkarte. Dieser Atlas hatte zwei Vorgänger in Italien, die dort allerdings bereits von Kupfertafeln abgedruckt worden waren.


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